Filigrane Glas-Stahlkonstruktion mit parallel laufenden Tonnendächern

Filigrane Glas-Stahlkonstruktion mit parallel laufenden Tonnendächern

Das hat unbedingte Klasse und Stil. Eine “filigrane Glas-Stahlkonstruktion mit parallel laufenden Tonnendächern” wollen uns die Verkehrs- und Architektur-Visionisten Tyarks-Dressel spendieren, statt nur schnöder neuer Gleise. Nachzulesen in dem rot-grünen Bürgerschafts-Antrag: “Neuer Fernbahnhof Altona-Nord (Diebsteich): Jetzt die richtigen städtebaulichen Weichenstellungen für Altonas neuen Verkehrsknotenpunkt und dessen Umfeld vornehmen” (Drucksache 21/2880, Januar 2016, PDF). Ja, möchte man da ausrufen, genau! Bloß keine falschen Weichenstellungen, sonst gehts ja in die falsche Richtung!

Heike Sudmann, Radfahrerin, bezeichnet diesen Antrag als “wilden Aktionismus” und behauptet, rot-grünes Pfeifen im Wald ausmachen zukönnen. Oder meint sie in Wirklichkeit Pfeifen auf dem Friedhof, da am Diebsteich? Na gut, tut man vermutlich nicht.

Wo Sudmann von schnöden verkehrs-praktischen Dingen zu sprechen beginnt und Standorte miteinander vergleichen will, ist der rot-grüne Antrag ja schon längst viel weiter: Der Bahnhof Altona wird verlegt, heißt es bei Dressel-Tyarks ganz eindeutigt.

Da kommt, jedenfalls für die beiden rot-grünen Fraktionsführer, die linksfahrende Sudmann (Radfahrerin) schon mal zu spät, wenn sie total abgehängt für den Erhalt des Fernbahnhofs Altona argumentiert: „Zentral gelegen, gut aus dem Hamburger Westen und den dichtbebauten Stadtteilen rund um den Bahnhof zu erreichen – das sind die Gründe, weshalb so viele BürgerInnen zu Recht für den Erhalt des Altonaer Fernbahnhofs kämpfen.“

Das mag ja sein, aber sein wir ehrlich. Dieser regendurchlässige Betonklotz ist ja nun alles andere als filigran. Das muss man doch einfach mal zugeben.

Bedenkenswert, aber ganz anders als Sudmann es meint, ist ihr Hinweis: „Ein nur schlecht mit dem Bus, dem Rad oder zu Fuß zu erreichender Fernbahnhof Diebsteich kann in keiner Weise die Vorteile des Altonaer Bahnhofs wettmachen“.

Das sollten Dressel-Tyarks noch mal bedenken. Denn filigrane Glas-Stahlkonstruktionen müssen ja auch bewundert werden können. Da braucht es in der Tat die Überlegung, welche Verkehrsmittel man nutzen könnte, um zu dem neuen Bahnhof zu kommen.

DirkSeifert

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