Verlegung Fernbahnhof Altona: Bürgerschaftsabgeordnete Heike Sudmann für Einwendungen

Eher im Stillen laufen die Planungen für die Verlegung des Fernbahnhofs Altona zum Diebsteich. Die Unterlagen zum Planfeststellungsverfahren lagen aus, bis zum 27. April können noch Einwendungen gegen diese Absicht erhoben werden (siehe dazu gleich den Link). Im gemeinsamen “BürgerInnenbrief” mit Christiane Schneider schreibt die Linke Bürgerschaftsabgeordnete Heike Sudmann in den “Verkehrsnachrichten” die folgende Kritik, die ich hier dokumentiere:

Dokumentation Heike Sudmann, BürgerInnenbrief 2016/04, Seite 18 (hier vollständig als PDF):

“Der Fernbahnhof Altona soll zum Diebsteich verlegt werden.
Der erste Schritt zu einer Realisierung dieser von der Stadt
und der Deutschen Bahn betriebenen Planung steht gerade
an. Noch bis zum 27. April 2016 können Einwendungen gegen
den vorgelegten Planfeststellungsbericht für die Verlegung
des Bahnhofs Altonas erhoben werden.

Die geplante Verlegung wirft viele Fragen und berechtigte
Kritik auf. Auch ohne eine Verlegung der Ferngleise ist eine
weitere Bebauung der Neuen Mitte Altona möglich. Wer sich
gegen die Verlegung des Fernbahnhofs Altona ausspricht, verhindert
also nicht den Wohnungsbau, wie so oft unterstellt
wird. Deshalb soll im Folgenden der Fokus auf die Fragen des
Bahnhofs gerichtet werden.

Was soll ich mit einem neuen Fernbahnhofstandort, der
für viel weniger Menschen attraktiv ist als der heutige Fernbahnhof?
Während der heutige Bahnhof Altona von täglich
100.000 Fahrgästen benutzt wird, werden sich nach den Prognosen
für den neuen Fernbahnhof Diebsteich dort gerade
mal 20.000 Fahrgäste täglich aufhalten. Während in Altona
durch den Busbahnhof und die beiden S-Bahn-Linien S 1/
S11 Blankenese/Wedel–Poppenbüttel/Airport und S 3 Elbgaustraße/
Pinneberg–Harburg/Stade (und gelegentlich auch
die S 2 Altona–Bergedorf) eine sehr gute Anbindung besteht,
hat der Standort Diebsteich nur eine S-Bahn-Anbindung nach
Elbgaustraße/Pinneberg sowie kaum Busverkehr zu bieten.
Ein Blick auf das Umfeld zeigt, dass die Erreichbarkeit des
Bahnhofs Diebsteich zu Fuß oder mit dem Rad nicht ansatzweise
mit der des Bahnhofs Altona konkurrieren kann.

Nichtsdestotrotz hält Rot-Grün an der Verlegung des Fernbahnhofs
Altona nach Diebsteich fest. Nach dem Motto »Unser
Bahnhof soll schöner werden« geraten Fragen eines neuen
Bahnhofgebäudes und der Architektur am Diebsteich verstärkt
in den Mittelpunkt. Mit dieser Schönheitsdebatte soll
den unangenehmen Fragen nach der Sinnhaftigkeit des Projekts
ausgewichen werden.

Gegenwind bekommt der Senat von vielen BürgerInnen in
Altona. Die Initiative Prellbock trägt mit öffentlichen Veranstaltungen
und Informationen dazu bei, dass mehr Menschen
sich mit der Verlegung auseinandersetzen. Aktuell können
alle Interessierten sich mit einer Einwendung gegen das laufende
Planfeststellungsverfahren wenden. Informationen und
Anleitungen finden sich hier: http://prellbock-altona.de.”

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